Der Beitrag stellt die zentralen Erkenntnisse des F-Projekt vor, welches untersucht hat, wie Planer*innen Stadträume bewerten und welche Rolle ihre subjektiven Sichtweisen dabei spielen. Es geht dabei von der Annahme aus, dass Planung nie neutral ist, sondern immer von persönlichen Erfahrungen, Wertvorstellungen und impliziten Annahmen geprägt ist. Methodisch wurde eine Online-Umfrage mit 207 Teilnehmer*innen umgesetzt und zudem problemzentrierte Interviews mit Planer*innen sowie Beobachtungen und eine Dokumentenanalyse durchgeführt. Im Beitrag heben die Studierenden die Homogenität der Planer*innen etwa in Bezug auf akademische Hintergründe und Herkunft hervor, was zum Teil dazu führt, dass marginalisierten Stimmen und Perspektiven weniger Gehör bekommen. Zudem beleuchtet sie idealtypische Beteiligungsprozesse sowie dem Anspruch des Planens „für alle“ und stellen diese den tatsächlichen, empirisch erfragten Planungsrealitäten und Selbstverständnissen gegenüber. Abschließend zeigt der Beitrag, wie die räumliche Wahrnehmung und Bewertung von Planer*innen von subjektiven Sichtweisen beeinflusst werden und plädiert für mehr kritische Selbstreflexion in der Planung.
Katalin S. Beuter, Til Eichholz, Nina Olszewski, Henrik L. A. Pohlmann, Hannah Sommerberg, Sarah J. Wisniewski (2025) Planung und Dreck - Eine Untersuchung impliziter Annahmen von Planung. RaumPlanung 231 / 02-2025, S. 90-93.