Ziel von FloodJustice ist es, Hochwasserrisiken und Schutzmaßnahmen aus einer Gerechtigkeitsperspektive zu analysieren und weiterzuentwickeln, um deren Akzeptanz und Wirksamkeit und langfristig die Klimaresilienz zu erhöhen. Im Fokus stehen räumliche, soziale, zeitliche und ökologische Ungleichheiten, etwa zwischen Ober- und Unterliegern und zwischen Kommunen, die Flächen für den Hochwasserschutz bereitstellen, und jenen, die davon profitieren, sowie zwischen betroffenen Unternehmen und Privatpersonen. Auf dieser Basis wird ein wissenschaftlich fundierter „Gerechtigkeitscheck“ entwickelt, mit dem Ungleichheiten systematisch identifiziert, bewertet und adressiert werden können. Gemeinsam mit den regionalen Praxisexpert*innen werden zudem Ausgleichsmechanismen und Maßnahmen für einen gerechteren Hochwasserschutz erarbeitet und in Piloträumen des Rureinzugsgebiets erprobt.
FloodJustice ist ein dreijähriges Verbundprojekt des Lehrstuhls Regionalentwicklung und Risikomanagement (TU Dortmund), des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft (RWTH Aachen), der StädteRegion Aachen und des Wasserverbands Eifel-Rur. Das Projekt wird im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 kofinanziert durch die Europäische Union und das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.