Die Arbeitsgruppe wird von Thomas
Hartmann (TU Dortmund) und Peter Lacoere (HOGENT, University of Applied
Sciences and Arts Ghent) geleitet. Insgesamt 22 Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker aus 14 europäischen Ländern
nahmen an dem eineinhalbtägigen Treffen teil.
Im Zentrum der Arbeit der Gruppe steht die Analyse, wie Politiken zur
Begrenzung des Flächenverbrauchs sowohl die Steuerung der Flächennutzung
(Allokation) als auch die Verteilung von Eigentumsrechten, Kosten und
Ausgleichsmechanismen (Distribution) berücksichtigen. Die bisherigen Analysen
zeigen, dass viele Politiken zwar auf eine Reduzierung der
Flächeninanspruchnahme abzielen, Fragen der Verteilung – etwa im Zusammenhang
mit Eigentumsrechten oder Kompensationsregelungen – jedoch häufig unzureichend
adressieren.
In fünf thematischen Sessions diskutierten die Teilnehmenden zentrale Fragen
der Umsetzung von No‑Net‑Land‑Take‑Politiken. Dabei ging es um langfristige
Zielbilder wie „Net Zero" oder „Net Gain", um Strategien der
Innenentwicklung und Nachverdichtung, um Governance‑Fragen und die Rolle
verschiedener Planungsebenen sowie um Instrumente wie Downzoning zur
Reduzierung von Baulandreserven. Zudem wurde untersucht, wie NNLT‑Politiken mit
anderen Politikfeldern – etwa Wohnungsbau, Energiepolitik oder
Infrastrukturentwicklung – zusammenwirken oder in Konflikt geraten können.
Neben wissenschaftlichen Diskussionen fand auch ein Austausch mit
Vertreterinnen und Vertretern des flämischen Planungsministeriums statt. Dabei
wurden aktuelle politische Fragen zur Aktivierung von Baulandreserven, zu
Kompensationsmechanismen sowie zum Umgang mit unvermeidbarem Flächenverbrauch
erörtert.